JtfO - "Jugend trainiert für Olympia" - Bundesfinale

Der Bundeswettbewerb der Schulen JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA ist das attraktivste aller Schulsportangebote in Deutschland, vermittelt den Teilnehmern Freude am Sport, erzieht zu Teamgeist und Fairness. Veranstaltungen gibt es sowohl in der Halle als auch beim Beachvolleyball. Dabei finden die Bundesfinals im Frühjahr (Halle) wie auch im Herbst (Beach) hier in Berlin statt.

Alle Infos dazu bekommt ihr auf der JtfO-Webseite


Berichte der vergangenen Bundesfinals

JtfO-Herbstfinale bedeutet JtfO-Beachvolleyballfinale, bei dem der einmalige Wettkampfmodus (eine Mannschaft spielt zeitgleich ein Jungen-, ein Mädchen- und ein Mixed-Duell) wieder für ordentlich Spannung sorgte.

Pünktlich zum Beginn des Bundesfinals von Jugend trainiert für Olympia bescherte der Wettergott Berlin schönsten Sonnenschein. Die besten Voraussetzungen also für einen tollen Wettkampf. Für Berlin ging das Schul- und Leistungssportzentrum an den Start. Besetzt mit diversen Spielern und Spielerinnen, die bereits bei mehreren Deutschen Meisterschaften sowie dem Bundespokal antraten, war das Ziel klar - Eine Medaille muss her. Die Mission geriet bereits am ersten Tag etwas ins Wanken. Nach zwei 3:0-Siegen gegen Rheinland-Pfalz und Bayern unterlagen die Berliner dem Giebichenstein-Gymnasium aus Sachsen-Anhalt mit 1:2. Die Konsequenz war Tabellenplatz 2.

Am Dienstagmorgen stand somit zunächst die Qualifikationsrunde für das Viertelfinale an. Gegner war das Berthold-Gymnasium aus Freiburg (Baden-Württemberg). Nachdem die Jungs einen Sieg einfuhren, wurde es auf den anderen Feldern knapp. Nach gewonnenen ersten Sätzen ging es in beiden Duellen in den Tiebreak. Die Niederlage vor Augen kämpften beide Teams und konnten am Ende siegreich vom Feld gehen. Im Viertelfinale wartete bereits das Pierre-de-Coubertin-Gymnasium aus Erfurt (Thüringen) - Seriengegner und stets Anwärter auf die vorderen Plätzen. Allen Zuschauern bot sich das erwartet spannende Spiel. Die Berliner Mädchen mussten sich schnell mit 9:15 und 8:15 geschlagen geben und konnten nur auf einen Sieg der anderen Teams hoffen. Die Jungen konnten den ersten Satz deutlich mit 15:9 für sich entscheiden. Im zweiten Satz kam es jedoch vermehrt zu Fehlern. Die Mannschaft machte kurzerhand Gebrauch von der neuen Regel und wechselte im zweiten Satz einen neuen Spieler ein. Mit neuem Wind konnten sie anschließend den Satz 15:13 und somit das Spiel für sich entscheiden. Die Entscheidung musste nun also im Mixed-Duell fallen. Nach zwei ausgeglichenen Sätzen mit unterschiedlichem Ausgang ging es für Berlin erneut in einen entscheidenen Tiebreak. Auch hier nahm Berlins Trainer Mirko Pansa die Wechselkarte zur Hand und brachte eine frische Kraft von der Bank. Die Einwechslung zeigte Wirkung. Das Erfurter Spiel wurde fehlerhafter und am Ende feierten die Berliner den Einzug ins Halbfinale.

Im Halbfinale gab es die erneute Begegnung mit dem Team aus Halle (Sachsen-Anhalt), welches am Vortag noch als Sieger vom Platz ging. Aus Erfahrung dieses Spiels war Berlins Trainer klar, dass die Entscheidung wieder im Mixed-Duell fallen würde. Kurzerhand wurde das Berliner Mixed-Team neu zusammengestellt, um diesmal siegreich vom Platz zu gehen. Denn schließlich verliert man nicht zweimal in einem Turnier gegen den selben Gegner! Doch so einfach sollte es nicht sein. Nachdem die Mädchen eine schwache Leistung zeigten (2:15, 6:15) und ihr Spiel verloren und die Jungen wiederum ihren Gegner dominierten (15:7, 15:5) und als Sieger vom Feld gingen, schauten nun alle gebannt dem Mixed-Duell zu. In einem Spiel auf hohem Niveau konnte zunächst jedes Team einen Satz für sich entscheiden. Wieder einmal musste die Entscheidung im Tiebreak fallen. Wie auch im Gruppenspiel spielten die Schüler des Giebichensteingymnasiums stark auf und gingen beim 15:11 in Führung. Es fehlte somit noch ein Satz, um die Berliner erneut zu schlagen. Doch das wollten diese nicht zulassen. Im zweiten Satz waren die Angriffe härter und platzierter und Berlin sicherte sich den Satz mit 15:10. Mittlerweile war das andere Halbfinale beendet und alle Mannschaften schauten gebannt auf den letzten Satz im Mixed-Duell. Beide Teams nahmen noch einmal alle Kräfte zusammen und kämpften um jeden Ball. Die Änderung der Startaufstellung zeigte nun seine Wirkung. Die Berliner erkämpften Punkt für Punkt und sicherten sich mit 15:11 den Einzug ins Finale.

Nach einer Nacht Pause standen wieder alle 16 Teams im Sand. Für die Berliner stand das große Finale gegen das Carl-Humann-Gymnasium aus Essen (Nordrhein-Westfalen) an. Die Jungs konnten ihr Spiel schnell und deutlich gewinnen (21:13, 21:14) und verschafften Berlin eine gute Ausgangslage. Während die Mädchen den ersten Satz mit 16:21 abgaben, konnte das Mixed-Team den ersten Satz mit 21:14 für sich entscheiden. Es fehlte somit noch ein Satz zum Turniersieg. Doch im zweiten Satz drehte sich das Blatt und die Essener machten mehr Druck und glichen mit 21:13 aus. Auch auf dem Mädchenfeld drehte sich das Spiel. Die Berliner Mädels wurden immer lauter und sammelten Punkt für Punkt, so dass auch hier ein Tiebreak entscheiden musste. Fast zeitgleich begann auf beiden Feldern nun der dritte Satz. Das Berliner Mixed-Team schaffte es nicht, den Gegner so unter Druck zu setzen, das sie punkten konnten und mussten sich letztendlich mit 12:15 geschlagen geben. Nun schauten alle gespannt auf das Mädchen-Duell, dass erstmals die Entscheidung bringen musste. Die Berliner schafften es nicht den Rückstand von 9:13 aufzuholen und verloren ebenfalls (10:15). Die Freude bei den Essenern war groß.

Bei der großen Siegerehrung mit allen Teams brachte Frank Großner es treffend auf den Punkt: "man kann nicht immer gewinnen". Und so haben einige der Berliner Spieler und Spielerinnen ein Jahr Zeit, um im nächsten Jahr wieder den Bundessieg in Angriff zu nehmen.

Mit dabei waren:

Antonia Bartholome, Isabell Harbrecht, Viviana Lefherz, Pia Grätz,  Moritz Eckardt, Max Schulz, Mio Wüst, Toni Wenslaff

Betreuer: Mirko Pansa